Davis Cup 2026: Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
Stand: 19 Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026 und ist die 114. Ausgabe des Mannschaftswettbewerbs der ITF. Acht Nationen haben sich für das Final 8 qualifiziert: Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien, wobei Italien als Titelverteidiger das Finalturnier ausrichtet. Wer auf diese Begegnungen in Deutschland wetten will, ist auf Anbieter angewiesen, die eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV besitzen und auf der amtlichen Whitelist stehen. „Bester Anbieter“ lässt sich daher nicht an einem einzelnen Willkommensbonus festmachen, sondern an einer Abwägung von Erlaubnisstatus, Tennisangebot, Quoten, Bonusbedingungen und Zahlungswegen, und genau diese vier Achsen trägt der Vergleich zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Davis Cup 2026: Turnierformat und Spielplan
- Welche Länder für das Final 8 qualifiziert sind
- Rechtslage: Wetten auf den Davis Cup nur mit Erlaubnis
- Live-Wetten auf Tennis: Was bleibt, was fehlt
- Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS, Panikbutton
- Wettsteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz
- Quoten verstehen: Marge, Auszahlungsquote, faire Quote
- Bonusbedingungen: Mindestquote, Umsatz, Frist
- Buchmacher im Vergleich: zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist
- Tipwin: Tennis-Spezialist mit DBB-Partnerschaft
- bwin: Großer Anbieter mit langer Erlaubnis
- bet-at-home: Frühe Erlaubnis, schmales Tennisprofil
- 888sport: Börsennotierte Marke, später Erlaubnisstart
- Betano: Bet Builder und Live-Streaming
- ODDSET: Deutsche Sportwetten-GmbH
- NEO.bet: Erste Erlaubnis aus 2020
- Betway: Cash Out und Konfigurator
- Tipico: Bekannter Marktauftritt, laufendes EuGH-Verfahren
- LeoVegas: Jüngste Erlaubnis im Feld
- Was die Marge über einen Anbieter verrät
- Zahlungsmethoden: eigene Bedingungen je Anbieter
- Werbeumfeld: 6:00 bis 21:00 gilt nicht für Sportwetten
- BGH und EuGH: offene Frage zur Rückzahlung alter Verluste
- Empfehlung: Was zählt bei der Wahl des Anbieters
- Häufige Fragen zum Davis Cup 2026 und zu Wettanbietern
Davis Cup 2026: Turnierformat und Spielplan
Der Davis Cup wird seit 1900 zwischen Nationalmannschaften ausgetragen, die erste Begegnung bestritten die USA gegen Großbritannien in Boston. In den Qualifikationsrunden werden Länderduelle über zwei Tage mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgespielt, jede Partie geht über zwei Gewinnsätze. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die übrigen Matches. Im Finalturnier wird verkürzt: Pro Begegnung stehen dann nur zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel auf dem Plan, was die Zahl der Wetten pro Match und damit auch die Zahl der verfügbaren Märkte schmälert.

Die 1. Qualifikationsrunde des Davis Cup 2026 lief vom 5. bis 8. Februar 2026, die 2. Qualifikationsrunde folgte vom 18. bis 20. September 2026. Daraus ergibt sich eine Besonderheit für den Wettmarkt: Zwischen Februar und September stehen nur vereinzelte Begegnungen auf dem Programm, große Anbieter schalten ihre Davis-Cup-Märkte entsprechend erst spät auf. Wer schon im Frühjahr auf einen späteren Finalgegner setzen will, findet Quoten oft nur als Outright auf den Turniersieger, und auch dort bleibt das Angebot schmal, solange das Teilnehmerfeld nicht feststeht.
Welche Länder für das Final 8 qualifiziert sind
Beim Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen gemeldet, von denen 157 spielten. Aus diesem Feld haben sich für das Final 8 des Davis Cup 2026 Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien und Kanada über die Qualifikationsrunden qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger automatisch als Gastgeber gesetzt. Der amtierende Champion kommt aus Bologna, wo Italien im Vorjahresfinale Spanien mit 2:0 bezwang. Auf dem Feld stehen damit zwei frühere Sieger (USA und Australien fehlen diesmal im Final 8), ein historisch dominantes Duo, das die Rekordliste anführt: Die USA haben den Davis Cup 32-mal gewonnen, Australien 28-mal, wobei vier dieser Erfolge auf die Ära als „Australasien“ entfallen.
Für Wetten heißt das: Mit Deutschland, Österreich und Italien sind drei westeuropäische Teams im Feld, dazu kommen mit Großbritannien, Spanien und Tschechien weitere klassische Tennisnationen. Außenseiterwetten auf Südkorea oder Kanada werden von den Buchmachern angeboten, sind aber in der Regel nur als Outright-Märkte verfügbar, selten als Einzelmatch.
Rechtslage: Wetten auf den Davis Cup nur mit Erlaubnis
Sportwetten auf den Davis Cup sind in Deutschland nur erlaubt, wenn der Veranstalter eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) führt die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und nur eine Domain, die dort für „Sportwetten“ eingetragen ist, darf in Deutschland Sportwetten vermitteln. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, das gilt auch für international lizenzierte Marken mit Malta-Sitz, die ohne deutschen Eintrag in Deutschland nicht vermitteln dürfen.

Die Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt, die Whitelist zeigt aber nur das Datum der erstmaligen und der Folgeerlaubnis, nie ein Enddatum. Wer prüfen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, geht auf die Whitelist der GGL und sucht den Domain-Namen; steht er dort mit Sportwetten-Erlaubnis, ist der Anbieter für den Davis Cup zugelassen. Steht er nicht dort, fehlt die Erlaubnis, unabhängig davon, was der Anbieter auf seiner eigenen Seite über Lizenzen schreibt. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt; ein bekanntes Beispiel aus dieser Warnung ist „Platincasino“.
Was nicht erlaubt ist, ist ebenso klar umrissen: Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, manipulationsanfällige Märkte sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV ausgeschlossen. Bei Mannschaften unterhalb der 3. Fußball-Liga behandelt die GGL das als Amateurniveau; im Tennis gilt das für Junioren- und reine Amateurturniere, der Davis Cup als ITF-Wettbewerb fällt nicht darunter. E-Sports-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, die GGL erkennt E-Sports nicht als Sport an, entsprechend existiert kein lizenzierter E-Sports-Markt; zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht etabliert.
Live-Wetten auf Tennis: Was bleibt, was fehlt
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur auf den Endstand oder auf Komponenten, die in dieser Sportart selten eintreten. Beim Fußball ist das nächste Tor eine solche Komponente, beim Tennis der nächste Satz. Das nächste Spiel, der nächste Punkt oder der nächste Einstand beim Aufschlag sind nach diesem Maßstab keine erlaubten Wetten, weil sie zu häufig vorkommen. Wer beim Davis Cup live wetten will, findet also vor allem Märkte auf den Satzgewinn, den Matchgewinn nach Sätzen oder auf den Ausgang des nächsten Satzes. Märkte auf den nächsten Aufschlag, den nächsten Punktwinner oder eine „Wette auf den nächsten Break“ wird ein erlaubter Anbieter nicht anbieten, ein Anbieter ohne Erlaubnis, der solche Wetten im Programm hat, verstößt gegen § 21 Abs. 4.
Cash Out, also das vorzeitige Auswerten einer Wette durch den Anbieter, ist im GlüStV nicht eigens geregelt. Es handelt sich um eine Produktfunktion, die jeder Anbieter in seinen AGB beschreibt. Bei der Frage, ob Cash Out für eine Davis-Cup-Wette verfügbar ist, lohnt sich der Blick in die AGB des Anbieters und in die laufende Wette im Wettschein; eine Garantie, dass Cash Out für eine bestimmte Begegnung zur Verfügung steht, gibt es nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des jeweiligen Spiels ausgezahlt; Live-Auszahlungen während laufender Ballwechsel sind weder erlaubt noch marktüblich.
Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS, Panikbutton
Die Schutzregeln des GlüStV gelten für jede Wette auf den Davis Cup gleichermaßen, weil sie am Anbieter hängen, nicht am Wettmarkt. Seit 2022 wird das monatliche Einzahlungslimit über alle Anbieter hinweg über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt; der Standard liegt bei 1.000 € pro Kalenderraum, eine Anhebung ist nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Einzelne Anbieter dürfen nach § 6c Abs. 1 GlüStS Spielern mit nachgewiesener Leistungsfähigkeit ein höheres Limit einräumen, bis zu 10.000 €, bei höchstens einem Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden sogar bis zu 30.000 €.
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung ermöglichen. Die Verifizierung läuft über das KYC-Verfahren des Anbieters und ist Voraussetzung für jede Auszahlung. Parallel wird beim Login und bei der Registrierung die Spielersperrdatei OASIS abgefragt, wer dort selbst gesperrt ist oder von einem Dritten gesperrt wurde, kann kein Konto eröffnen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist angegeben wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die unabhängig von der normalen Sperrdatei gilt. Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, wer dort spielt, fällt durch dieses Schutznetz.
Wettsteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz
Die Sportwettensteuer fällt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG mit 5,3 % an, die Bemessungsgrundlage ist nach §§ 17, 18 aber der Einsatz minus die Steuer selbst, was etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spieler weitergibt, ist eine unternehmerische Entscheidung, die in den AGB steht; manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere vom Bruttogewinn, einzelne tragen sie vollständig selbst. Auf dem Wettschein zeigt sich das daran, ob der Einsatz oder der Gewinn um einen Posten „Steuer“ gemindert erscheint. Wer Anbieter vergleicht, sollte auf dieses Detail achten: 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) können je nach Anbieter unterschiedlich belastet werden, da manche Anbieter die Steuer vom Einsatz, andere vom Bruttogewinn abziehen. Die Steuer entsteht auch bei unlizenzierten Anbietern, eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Beleg für eine deutsche Erlaubnis.
Wer die Steuer bei einem konkreten Wettschein nachvollziehen will, rechnet selbst: Bei einem Einsatz von 100 € und einer angenommenen Weiterbelastung von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer bleiben 94,70 € als rechnerischer Wetteinsatz; bei 5,3 % vom Bruttogewinn und einer Quote von 2,10 wird vom Auszahlungsbetrag 210 € die Steuer von 5,85 € abgezogen, ausgezahlt werden 204,15 €. Welche Variante ein Anbieter anwendet, regelt dessen AGB, ein Wechsel ist nur bei ausdrücklicher Mitteilung zulässig.
Quoten verstehen: Marge, Auszahlungsquote, faire Quote
Wer Quoten auf ein Länderduell vergleicht, vergleicht nicht nur den Geschmack des Buchmachers, sondern vor allem die Marge, die in jeder Quote steckt. Die Auszahlungsquote (im Marktjargon auch Quotenschlüssel) eines Marktes berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller angebotenen Quoten, also 1 ÷ (1/Quote A + 1/Quote B + …). Zieht man diesen Wert von 100 % ab, erhält man die Marge, also den Anteil, den der Anbieter von jedem auf den Markt gesetzten Euro einbehält. Bei einer ausgeglichenen Begegnung mit zwei Quoten von 1,90 auf jede Seite ergibt sich:
- Summe der Kehrwerte: 1/1,90 + 1/1,90 = 0,5263 + 0,5263 = 1,0526
- Auszahlungsquote: 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,0 %
- Marge: 100 % − 95,0 % = 5,0 %
Das ist das Beispiel aus der Berechnung: 5,0 % Marge, 95,0 % Auszahlungsquote. Die tatsächliche Marge der Anbieter auf den Davis-Cup-Outright-Märkten liegt je nach Spiel und Zeitpunkt der Wettabgabe meist in einem Bereich von etwa 4 % bis 8 %, bei Außenseiterwetten und Kombiwetten auch darüber. Eine faire Quote, die ohne Marge angeboten würde, wäre beim ausgeglichenen Duell 2,00 auf jede Seite; jede Abweichung nach unten auf beiden Seiten ist die Marge des Anbieters. Im Davis Cup wirkt das stärker als in Einzelsportarten, weil es nur zwei mögliche Ausgänge gibt und der Anbieter die Marge vollständig auf beide Quoten verteilt. Bei Drei-Wege-Märkten wie einem Satz mit Tiebreak, bei dem es Sieg, Niederlage und Tiebreak als Ausgang gibt, verteilt sich die Marge auf drei Quoten, was die einzelnen Werte mathematisch nach unten zieht, ohne dass die Gesamtmarge sinken muss.
Bonusbedingungen: Mindestquote, Umsatz, Frist
Bonussummen sind auf den ersten Blick das sichtbarste Argument im Anbietervergleich, sie sind aber nicht das, was einen Bonus teuer macht. Was ihn teuer macht, ist die Kombination aus Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist. Der Umsatzfaktor gibt an, wie oft der Bonusbetrag (oder Bonus plus Einzahlung) zu Wetteinsätzen werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine Mindestquote von 1,80 schließt Wetten auf klare Favoriten aus, weil deren Quote meist darunter liegt. Eine Frist von 30 Tagen zwingt dazu, den Umsatz in einem knappen Zeitfenster zu erbringen, was bei kleinen Einsätzen die Zahl der nötigen Wetten in die Höhe treibt. Wer einen Bonus annimmt, ohne diese drei Werte zu prüfen, läuft Gefahr, dass die Bedingungen den rechnerischen Vorteil der Bonussumme vollständig auffressen.
Bei der Berechnung hilft eine einfache Rechnung: Wenn ein Bonus 100 € beträgt und der Umsatzfaktor 5× gilt, sind 500 € an qualifizierten Wetten nötig. Bei 10 € Einsatz pro Wette sind das 50 Wetten, vorausgesetzt jede Wette liegt über der Mindestquote und zählt voll. Liegt die durchschnittliche Marge der gewählten Märkte bei 5 %, kostet das Erfüllen des Bonus im Schnitt 25 € an erwartetem Verlust, also ein Viertel der Bonussumme. Dazu kommt das Risiko, dass einzelne Wetten verlieren und der Bonus teilweise oder ganz verfällt, was die erwarteten Kosten weiter erhöht. Die Rechnung ändert sich, wenn der Umsatzfaktor auf Bonus plus Einzahlung greift, dann verdoppelt sich die erforderliche Umsatzsumme ungefähr und der erwartete Verlust entsprechend.
Buchmacher im Vergleich: zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist
Die folgende Tabelle stellt zehn Anbieter gegenüber, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist standen. Die Spalte „GGL-Whitelist-Status“ nennt den Eintrag, wie ihn die Behörde führt, und das Datum der Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV. Die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ zeigt, seit wann der jeweilige Inhaber durchgehend eine deutsche Erlaubnis hält. Welche Märkte, Quoten, Boni und Zahlungswege ein Anbieter aktuell anbietet, ist Sache der AGB und der Seite des Anbieters, nicht der Whitelist; die Tabelle bildet daher nur den amtlichen Status ab.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Welcher Anbieter für den Davis Cup das beste Quotenniveau hat, hängt vom konkreten Match und vom Zeitpunkt der Wettabgabe ab. Outright-Märkte auf den Turniersieger werden meistens von großen Anbietern mit globaler Reichweite angeboten, weil die Liquidität auf diesen Märkten sonst dünn bleibt. Satz- und Matchwetten auf einzelne Begegnungen finden sich bei nahezu allen zehn Anbietern, sobald die Finalrunde in Bologna beginnt. Welche Wettmärkte im Einzelfall verfügbar sind, zeigt das Wettprogramm des Anbieters; ein Inhaber einer deutschen Erlaubnis ist nicht verpflichtet, den Davis Cup vollständig abzubilden.
Tipwin: Tennis-Spezialist mit DBB-Partnerschaft
Tipwin Limited hält seit dem 9. Oktober 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis wurde zuletzt am 9. Januar 2024 erteilt. Das Unternehmen ist in Deutschland vor allem durch seine Partnerschaften im Spitzensport bekannt, etwa als Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; diese Partnerschaft läuft nach Mitteilung des DBB bis Ende 2026. Für den Davis Cup bedeutet das: Tipwin ist als etablierter Anbieter mit deutscher Verankerung im Markt, die Tennisabdeckung gehört zum Pflichtprogramm eines Wettanbieters, der mit dem DBB kooperiert. Ein expliziter Tennis-Fokus, wie ihn andere Anbieter in der Kommunikation betreiben, ist aus dem verfügbaren Material nicht abzuleiten; belastbar ist nur der Whitelist-Eintrag.
Wer bei Tipwin auf den Davis Cup wetten will, prüft vor der Abgabe, ob die Begegnung im Wettprogramm steht und welche Märkte angeboten werden. Die Marge auf den angebotenen Hauptmärkten und das Quotenniveau im Vergleich zu anderen Anbietern lassen sich nicht aus der Whitelist ablesen, sondern nur aus dem tagesaktuellen Wettprogramm. Der Vorteil von Tipwin liegt im stabilen Erlaubnisstatus und einer Präsenz, die nicht in erster Linie von kurzfristigen Werbeaktionen abhängt.
bwin: Großer Anbieter mit langer Erlaubnis
bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 23. Dezember 2022. bwin gehört zu den Anbietern, die im deutschen Markt seit der ersten Erlaubniswelle durchgängig vertreten sind und sowohl Outright-Märkte auf Grand Slams als auch Matchwetten auf ATP- und WTA-Turniere anbieten. Für den Davis Cup 2026 ist davon auszugehen, dass bwin das Turnier abbildet, sobald die Finalrunde beginnt; das genaue Wettprogramm variiert je nach Begegnung. Wer ein Konto bei bwin hat, kann die Davis-Cup-Quoten direkt im Wettprogramm einsehen.
bwin ist ein Fall, in dem die Whitelist-Eintragung und der Marktauftritt sich deckeln: Der Anbieter ist erlaubt, das Sortiment ist breit, die konkrete Marge auf einem Davis-Cup-Markt hängt vom Wettprogramm ab. Aus dem verfügbaren Material geht nicht hervor, dass bwin für Davis-Cup-Wetten ein gesondertes Angebot bereithält, das über das reguläre Tennisprogramm hinausgeht; ein Vergleich der Quoten lohnt sich trotzdem, weil gerade auf Outright-Märkten die Spreads zwischen den Anbietern spürbar auseinanderlaufen.
bet-at-home: Frühe Erlaubnis, schmales Tennisprofil
Bet-at-home.com Internet Limited hält seit dem 2. November 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis folgte am 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist in Österreich und Deutschland vor allem als Fußballbuchmacher bekannt, mit Niederlassungen und einem Marktauftritt, der sich stark am europäischen Fußball orientiert. Für den Davis Cup heißt das: Ein breites Tennisangebot ist nicht der kommunikative Schwerpunkt von bet-at-home, der Whitelist-Eintrag sichert aber die Erlaubnis, auch auf den Davis Cup Wetten anzubieten. Welche Märkte tatsächlich im Programm stehen, hängt von der jeweiligen Begegnung ab.
Wer bei bet-at-home auf den Davis Cup setzen will, sollte vor der Wettabgabe prüfen, ob die gewünschte Begegnung angeboten wird und ob Cash Out verfügbar ist. Ein expliziter Hinweis auf den Davis Cup im Werbeauftritt ist aus dem verfügbaren Material nicht abzuleiten; das ist bei einem Anbieter mit Fußballfokus nicht ungewöhnlich, sagt aber nichts über die Erlaubnis aus, die unabhängig vom Tennisangebot besteht.
888sport: Börsennotierte Marke, später Erlaubnisstart
888 Germany Limited ist der deutsche Erlaubnisinhaber hinter 888sport, die Konzernmutter 888 Holdings PLC ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert und hat ihren Sitz in Gibraltar. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, die Folgeerlaubnis folgte am 15. Dezember 2022. Damit ist 888sport einer der späteren Einträge auf der Whitelist, was mit der anfänglichen Konzentration der ersten Erlaubniswelle auf Anbieter mit bestehender Marktpräsenz in Deutschland zusammenhängt. Für den Davis Cup bietet 888sport ein reguläres Tennisprogramm, das internationale Turniere einschließt; das genaue Davis-Cup-Angebot ist im Wettprogramm zu prüfen.
Die Tatsache, dass die Konzernmutter in Gibraltar sitzt, ändert nichts an der Gültigkeit der deutschen Erlaubnis, solange 888 Germany Limited auf der Whitelist steht. Eine Gibraltar-Lizenz allein wäre in Deutschland nicht ausreichend, die Eintragung auf der GGL-Liste schon. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft den Eintrag auf der Whitelist direkt.
Betano: Bet Builder und Live-Streaming
Betkick Sportsbetting Limited hält seit dem 19. Februar 2021 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Hinter der Marke Betano steht die KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED, deren App im Apple App Store Funktionen wie den Bet Builder (Kombination mehrerer Märkte aus einem Spiel), Cash Out und Live-Streaming unter anderem für LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL nennt. Für den Davis Cup bedeutet das: Wenn die Finalrunde läuft, ist Betano ein Anbieter, der Live-Übertragungen in sein Kundenkonto einbettet und Kombiwetten aus mehreren Märkten derselben Begegnung ermöglicht, sofern diese Märkte zum erlaubten Sportwettprogramm gehören.
Die genannten Funktionen sind Produktmerkmale, keine Erlaubnis. Ob ein bestimmter Davis-Cup-Markt als Bet Builder verfügbar ist, hängt von der konkreten Begegnung und dem Wettprogramm ab. Wichtig bleibt, dass die genannten Live-Streaming-Rechte für Tennis-Grand-Slams im App-Auftritt erwähnt werden, der Davis Cup ist als ITF-Turnier nicht zwingend Teil dieser Rechte. Wer auf Tennis-Streaming setzt, sollte vor dem Saisonstart prüfen, welche Turniere bei Betano tatsächlich live übertragen werden.
ODDSET: Deutsche Sportwetten-GmbH
ODDSET Sportwetten GmbH ist eine deutsche Gesellschaft, die ihre Sportwetten-Erlaubnis am 18. November 2020 erhalten hat, die Folgeerlaubnis folgte am 15. Dezember 2022. Die Erlaubnis wurde durch das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. ODDSET ist damit der einzige Anbieter im Vergleich, der als deutsche GmbH organisiert ist; alle anderen Inhaber sind Limiteds mit Sitz in Malta, Gibraltar oder Zypern. Das hat unmittelbare Bedeutung für die Frage der Gerichtsbarkeit: Bei Streitigkeiten ist der Gerichtsstandort in Deutschland einfacher zu erreichen als bei einer Limited in Malta.
Für den Davis Cup bietet ODDSET ein Wettprogramm an, das den deutschen Markt bedient und die gängigen Tennis-Märkte einschließt. Wie tief das Tennisangebot im Einzelfall ist, hängt vom Wettprogramm ab; ein expliziter Tennis-Fokus ist aus dem verfügbaren Material nicht abzuleiten. Wer einen Anbieter mit deutschem Gerichtsstand sucht, ist bei ODDSET richtig, wer die breiteste Tennisauswahl sucht, vergleicht mit den internationalen Anbietern in dieser Liste.
NEO.bet: Erste Erlaubnis aus 2020
Greenvest Betting Limited hält seit dem 9. Oktober 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. NEO.bet ist im deutschen Markt als Anbieter mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum bekannt; das Tennisangebot gehört zum Pflichtprogramm, ohne dass NEO.bet im verfügbaren Material als Tennisspezialist hervortritt. Für den Davis Cup 2026 gilt: Wer ein Konto hat, findet die Begegnungen im Wettprogramm, sofern NEO.bet sie anbietet. Welche Märkte und Quoten verfügbar sind, ist tagesaktuell zu prüfen.
Die Whitelist-Eintragung von NEO.bet ist unauffällig, die Erlaubnis besteht seit 2020 durchgehend. Eine besondere Stärke oder Schwäche im Davis-Cup-Kontext lässt sich aus dem verfügbaren Material nicht ableiten, die Beurteilung hängt vom konkreten Wettprogramm ab.
Betway: Cash Out und Konfigurator
Betway Limited hält seit dem 9. März 2021 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis folgte am 23. Dezember 2022. Die App von Betway nennt im Apple App Store Cash Out unter „Meine Wetten“ mit grünem Symbol, die Anzeige des aktuellen Wettwerts und die Möglichkeit, den vollen Betrag oder einen Teil auszahlen zu lassen. Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele (Konfigurator+) an, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Für den Davis Cup ist relevant, dass Cash Out verfügbar ist; Live-Streaming-Rechte für Tennis erwähnt die App-Beschreibung im verfügbaren Material nicht, sodass sich Tenniswetten bei Betway auf das Wettprogramm ohne begleitende Übertragung konzentrieren.
Cash Out ist eine Produktfunktion, die jeder Anbieter in seinen AGB regelt. Die Tatsache, dass Betway Cash Out prominent in der App zeigt, heißt nicht, dass Cash Out für jede Davis-Cup-Wette zur Verfügung steht; der Anbieter kann den Cash Out für einzelne Märkte ausschließen. Wer auf Cash Out setzt, prüft vor der Wettabgabe, ob das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ angezeigt wird.
Tipico: Bekannter Marktauftritt, laufendes EuGH-Verfahren
Tipico Co. Limited hält seit dem 9. Oktober 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Tipico ist im deutschen Markt einer der bekanntesten Anbieter, mit hoher Markenpräsenz und einem breiten Wettprogramm. Parallel ist die Marke Gegenstand eines laufenden Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € an Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018.
Am 19. März 2026 hat der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) die Auffassung vertreten, dass es grundsätzlich möglich sei, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Dieses Verfahren betrifft die Zeit vor der Erlaubniserteilung 2020, nicht den aktuellen Erlaubnisstatus. Tipico steht mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist und ist deshalb aktuell erlaubter Anbieter. Das Urteil des EuGH ist noch nicht ergangen, die Schlussanträge sind eine Stellungnahme, keine Entscheidung. Was das Verfahren zeigt, ist die grundsätzliche Frage, wie mit Verlusten aus der Zeit vor der Erlaubnis umzugehen ist, und es ist kein Hinweis auf den heutigen Spielbetrieb.
Für den Davis Cup gilt: Tipico ist ein erlaubter Anbieter mit breitem Wettprogramm, Live-Wetten während des Spiels sind über die App verfügbar, der Cashout ist als „Tipico Cashout“ Teil der App-Beschreibung. Welche konkreten Davis-Cup-Märkte und Quoten verfügbar sind, zeigt das Wettprogramm zum Zeitpunkt der Begegnung.
LeoVegas: Jüngste Erlaubnis im Feld
LVSports Limited hält seit dem 21. Oktober 2024 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Damit ist LeoVegas der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnis im Vergleich, die Eintragung erfolgte rund vier Jahre nach der ersten Welle. Für den Davis Cup 2026 heißt das: LeoVegas ist ein erlaubter Anbieter, dessen Tennisangebot sich am aktuellen Wettprogramm orientiert. Wie breit das Tennisangebot im Einzelfall ist, hängt vom Produkt ab; eine besondere Stellung als Tennisspezialist ist aus dem verfügbaren Material nicht abzuleiten.
Die jüngere Erlaubnis heißt nicht, dass das Angebot schmaler ist; sie heißt, dass LeoVegas die zweite Erlaubnisgeneration mitgemacht hat, in der die GGL ihre Aufsichtspraxis weiter verfeinert hat. Wer bei LeoVegas auf den Davis Cup wetten will, prüft das Wettprogramm zum Zeitpunkt der Begegnung.
Was die Marge über einen Anbieter verrät
Wer die Marge auf einem Davis-Cup-Markt nachrechnet, gewinnt einen vergleichbaren Wert, der unabhängig von der Höhe der einzelnen Quote ist. Bei einer Quote von 1,90 auf beide Seiten eines Länderduells liegt die Marge, wie oben gezeigt, bei 5,0 %. Bei einer Quote von 1,85 auf beide Seiten liegt sie bei 1 − (1 / (1/1,85 + 1/1,85)) = 1 − 0,9259 = 7,4 %. Bei einer Quote von 1,95 auf beide Seiten liegt sie bei 1 − (1 / (1/1,95 + 1/1,95)) = 1 − 0,9750 = 2,5 %. Eine niedrigere Marge bedeutet, dass der Anbieter weniger vom Markt einbehält und die Kunden im Schnitt mehr zurückbekommen, eine höhere Marge das Gegenteil. Für den Anbietervergleich heißt das: Die Marge ist der bessere Gradmesser als die einzelne Quote, weil sie das Preisniveau des gesamten Marktes abbildet.
Diese Rechnung gilt für jedes Zwei-Wege-Match unabhängig vom Sport. Beim Davis Cup kommt hinzu, dass die Outright-Märkte auf den Turniersieger sehr viel höhere Margen haben können, oft im Bereich von 10 % bis 20 %, weil die Zahl der möglichen Ausgänge groß und die Liquidität pro Ausgang gering ist. Ein Outright-Tipp auf Italien als Titelverteidiger kann daher nominell hoch aussehen, hat aber eine eingebaute Marge, die einen erheblichen Teil der Quote auffrisst. Wer Outright-Wetten mit Matchwetten vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Margeniveaus, nicht nur zwei verschiedene Wetten.
Zahlungsmethoden: eigene Bedingungen je Anbieter
Welche Zahlungsmethoden ein Anbieter für die Einzahlung auf das Wettkonto akzeptiert, ist Sache des Anbieters und steht in dessen AGB. Was hingegen für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis gleichermaßen gilt, ist die Regelung des § 6b Abs. 4 GlüStV: Eine Einzahlung ist nur von einem Zahlungskonto möglich, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt, was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen aus dem erlaubten Zahlungsverkehr ausschließt. Wer mit Krypto einzahlen will, findet unter den zehn Anbietern dieser Liste keinen, der dies im Rahmen der deutschen Erlaubnis anbieten darf.
Die Auszahlung erfolgt nach § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV auf ein Konto im Namen des Spielers, die Spielervermögen sind auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto hinterlegt. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Welche konkreten Zahlungsmethoden ein Anbieter anbietet, ob etwa PayPal, Klarna, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Banküberweisung, ist eine unternehmerische Entscheidung, die sich am Marktumfeld orientiert. Wer ein Konto eröffnet, prüft vor der ersten Einzahlung, ob die bevorzugte Methode verfügbar ist und ob Gebühren anfallen.
Werbeumfeld: 6:00 bis 21:00 gilt nicht für Sportwetten
Das Werbeverbot des § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV zwischen 6:00 und 21:00 Uhr gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht aber für Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Regeln: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Diese Regeln betreffen die Werbung der Anbieter, nicht das Verhalten der Spieler, sie sind hier erwähnt, weil sie die Art der Werbung prägen, die ein Leser im Umfeld des Davis Cup sieht. Wer als Spieler mit Werbung in Berührung kommt, achtet darauf, dass die beworbenen Boni den oben dargestellten Bedingungen unterliegen, und prüft AGB und Umsatzfaktoren, bevor er ein Angebot annimmt.
BGH und EuGH: offene Frage zur Rückzahlung alter Verluste
Die Vorlage des BGH an den EuGH (Az. I ZR 90/23) betrifft die Zeit vor der Erlaubniserteilung 2020 und damit eine Phase, in der Sportwetten in Deutschland rechtlich umstritten waren. Der Kläger verlangt von Tipico die Rückzahlung von Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 die Auffassung vertreten, dass eine Rückzahlung grundsätzlich möglich sei, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchgesetzt haben. Die endgültige Entscheidung des EuGH steht aus, ein Urteil ist nicht vorhersehbar. Für die Frage, ob ein Leser aus dieser Konstellation eine Erstattung erwarten kann, gilt: Das Verfahren ist Einzelfall, eine Garantie auf Rückzahlung lässt sich daraus nicht ableiten. Wer aktuell mit deutscher Erlaubnis wettet, ist auf der rechtlich sicheren Seite; das Verfahren betrifft die Zeit davor.
Empfehlung: Was zählt bei der Wahl des Anbieters
Wer auf den Davis Cup 2026 wetten will, sollte die Wahl nicht am Bonus, sondern an vier Punkten festmachen: Erstens, ob der Anbieter auf der Whitelist steht; zweitens, ob das Davis-Cup-Programm im Wettprogramm enthalten ist; drittens, wie hoch die Marge auf den angebotenen Hauptmärkten ist; viertens, wie die Bonusbedingungen im Verhältnis zur Bonussumme stehen. Diese vier Punkte lassen sich vor der Kontoeröffnung prüfen, und jeder Anbieter in dieser Liste erfüllt den ersten Punkt bereits durch den Whitelist-Eintrag. Bei den anderen drei Punkten hilft nur der Blick ins Wettprogramm und in die AGB.
Wer mehrere Anbieter parallel nutzt, sollte beachten, dass die Aktivitätsdatei LUGAS das parallele Spiel überwacht und die monatliche Einzahlungsgrenze von 1.000 € über alle Anbieter hinweg gilt. Eine Aufteilung der Einsätze auf mehrere Konten ändert nichts an der Gesamtgrenze, weil LUGAS die Einzahlungen zusammenführt. Wer mit einem höheren Limit spielen will, braucht den Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit gegenüber dem Anbieter, eine Selbsterklärung reicht nicht.
Häufige Fragen zum Davis Cup 2026 und zu Wettanbietern
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 qualifiziert sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien und Kanada; Italien ist als Titelverteidiger als Gastgeber automatisch gesetzt.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Eine Wette wird nach dem offiziellen Ende des jeweiligen Spiels abgerechnet, nicht nach dem tatsächlichen Spielverlauf. Ist die Entscheidung in einem Länderduell bereits gefallen, weil eine Mannschaft drei Siege hat, werden die übrigen Partien nicht mehr ausgetragen, eine offene Wette auf ein entfallenes Spiel wird in der Regel storniert und der Einsatz zurückerstattet. Wettanbieter formulieren diese Regelung in ihren AGB, sie ist nicht einheitlich.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt jeden Anbieter mit Domain und Erlaubnisinhaber. Steht die Domain dort mit „Sportwetten“, ist der Anbieter für Sportwetten wie den Davis Cup erlaubt. Steht sie nicht dort, fehlt die Erlaubnis, unabhängig von anderen Lizenzen, die der Anbieter vorweisen kann. Die Whitelist ist online abrufbar, der Snapshot vom 2. Oktober 2026 ist die letzte im Rahmen dieser Recherche verwendete Fassung.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur auf den Endstand oder auf Komponenten, die in dieser Sportart selten eintreten. Beim Tennis ist der nächste Satz eine solche Komponente, der nächste Punkt oder das nächste Spiel nicht, weil sie zu häufig vorkommen. Märkte auf den nächsten Punkt oder den nächsten Aufschlagwinner wird ein erlaubter Anbieter nicht anbieten, ein Anbieter mit solchem Angebot verstößt gegen § 21 Abs. 4.
Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem auf den Markt gesetzten Euro einbehält; bei einer Quote von 1,90 auf beide Seiten eines Zwei-Wege-Marktes liegt sie bei 5,0 %. Die Auszahlungsquote ist 100 % minus die Marge, hier 95,0 %. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz minus die Steuer, was etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht, und wird vom Veranstalter, nicht vom Spieler, geschuldet. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, hängt von dessen AGB ab.
Was unterscheidet beim Anbietervergleich die Mindestquote und die Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?
Die Bonussumme ist der Betrag, den der Anbieter dem Konto gutschreibt, die Umsatzbedingung sagt, wie oft dieser Betrag zu Wetten werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist, und die Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen. Eine hohe Bonussumme mit hohem Umsatzfaktor und niedriger Mindestquote kann schlechter sein als eine niedrigere Bonussumme mit niedrigem Umsatzfaktor und großzügiger Mindestquote. Der tatsächliche Wert eines Bonus ergibt sich aus dem Zusammenspiel dieser drei Werte, nicht aus der Summe allein.
Erstellt von der Redaktion von „Basketballwettenhub”.
